Selektives Lasersintern (SLS)


 

Lasersintern ist ein generatives Schichtbauverfahren, bei dem das Werkstoffmedium als Pulver auf eine Bauplattform mit Hilfe einer Rakel oder Walze vollflächig in einer Dicke von 1 bis 200 µm aufgebracht wird.

 

Durch einen Laserstrahl, der über einen angesteuerten Spiegel in das Pulverbett umgeleitet wird, wird das Pulverbett exakt an der Stelle aufgeschmolzen oder gesintert, wo später ein festes Bauteil entstehen soll.

 

Nachdem die erste Schicht fertig ist senkt sich die Bauplattform um eine Schichtstärke ab. Durch die Verteilerwalze wird erneut eine Schichtdicke mit neuem Pulver auf die Bauplattform aufgetragen um wieder mit dem Laser an der Stelle aufgeschmolzen zu werden wo das Bauteil entsteht. Dieser Vorgang wiederholt sich bis das neue Werkstück Schicht für Schicht aufgebaut ist.


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Selektives Laser Sintern (SLS)

Bildquelle: Wikipedia

Ein großer Vorteil beim Selektiven Lasersintern ist, dass Stützstrukturen, wie sie zum Beispiel beim Fused Deposition Modeling oder FDM-Verfahren, entfallen. Das Bauteil wird in einem Pulverbett aufgebaut, gleichzeitig dient das lose Pulver als Stütze. Am Ende des 3D-Drucks wird das übrige lose Pulver vom Bauteil durch abblasen entfernt und kann für das nächste Bauteil recycelt werden. Durch diese Form der Stützstruktur können vor allem sehr komplexe Teile zum Beispiel mit Hinterschneidungen realisiert werden.

Als Ausgangsmaterial können bei diesem Verfahren verschiedene Kunststoffe wie Alumide, PA2200 oder PA3200 in Pulverform Verwendung finden.

Schematische Darstellung des Prozesses von 3D-Systems